EU AI Act Compliance
& KI-Governance

Die EU-KI-Verordnung ist in Kraft. Ist Ihre KI konform? Digital Colliers begleitet Sie durchgängig bei der KI-Governance, von der Risikobewertung bis zum laufenden Monitoring.

Was ist die EU-KI-Verordnung?

Die EU-KI-Verordnung (EU AI Act) ist die weltweit erste umfassende Regulierung künstlicher Intelligenz. Sie schafft einen risikobasierten Rechtsrahmen für KI-Systeme in der gesamten Europäischen Union. Die Verordnung gilt für jedes Unternehmen, dessen KI Menschen in der EU betrifft, auch für Unternehmen außerhalb der EU. Während sich die europäische KI-Regulierung weiterentwickelt, müssen Organisationen ihre Pflichten verstehen und jetzt handeln.

Zentrale Compliance-Fristen

Ein gestaffelter Rollout von Verboten bis zur vollen Durchsetzung. Planen Sie Ihre Compliance-Roadmap um die Termine, die für Ihre KI-Systeme zählen.

  1. Feb 2025 Phase 01 · In Kraft

    Verbotene KI-Praktiken untersagt: Social Scoring, manipulative KI und biometrische Echtzeit-Überwachung.

  2. Aug 2025 Phase 02 · GPAI-Regeln

    GPAI-Regeln greifen: Transparenz, Dokumentation und Urheberrechts-Compliance für Anbieter von General-Purpose-KI.

  3. Aug 2026 Phase 03 · Hochrisiko

    Hochrisiko-Pflichten beginnen: Konformitätsbewertungen, Risikomanagement und menschliche Aufsicht.

  4. Aug 2027 Phase 04 · Volle Durchsetzung

    Volle Durchsetzung: Alle übrigen Bestimmungen gelten, einschließlich der Sanktionen bei Verstößen.

Die vier Risikokategorien

Die EU-KI-Verordnung folgt einem risikobasierten Ansatz. Wo Ihr System in dieser Hierarchie steht, bestimmt, was Sie tun müssen, wenn überhaupt.

  • Stufe 01

    Unannehmbares Risiko

    Beispiele

    Social Scoring, manipulative KI, biometrische Echtzeit-Überwachung im öffentlichen Raum.

    Anforderungen

    Verboten: Diese KI-Praktiken sind unter der EU-KI-Verordnung untersagt.

    Verboten
  • Stufe 02

    Hohes Risiko

    Beispiele

    Recruiting, Kreditscoring, Bildungsbewertung, Strafverfolgung, medizinische Diagnostik, kritische Infrastruktur.

    Anforderungen

    Strenge Pflichten: Konformitätsbewertungen, Risikomanagementsysteme, menschliche Aufsicht, Daten-Governance und technische Dokumentation.

    Strenge Pflichten
  • Stufe 03

    Begrenztes Risiko

    Beispiele

    Chatbots, Emotionserkennung, Deepfake-Generatoren.

    Anforderungen

    Transparenzpflichten: Nutzer müssen wissen, dass sie mit KI interagieren.

    Transparenz
  • Stufe 04

    Minimales Risiko

    Beispiele

    KI-Spamfilter, KI in Videospielen, Warenwirtschaftssysteme.

    Anforderungen

    Keine spezifischen Pflichten: freiwillige Verhaltenskodizes empfohlen.

    Freiwillig

Wie wir Sie zur Compliance führen

Digital Colliers begleitet Sie durchgängig bei der EU-AI-Act-Compliance. Von der ersten Risikobewertung bis zur laufenden Governance navigieren wir mit Ihnen jede Anforderung.

  • KI-Inventar & Klassifizierung

    Wir auditieren alle KI-Systeme Ihrer Organisation und ordnen sie den Risikokategorien der EU-KI-Verordnung zu. Sie sehen, welche Systeme Konformitätsbewertungen brauchen und wo Compliance-Aufwand Priorität hat.

  • Risikobewertung & Gap-Analyse

    Strukturierte KI-Risikobewertung entlang der Anforderungen der EU-KI-Verordnung. Lücken in Dokumentation, menschlicher Aufsicht und Daten-Governance werden sichtbar, mit klarer Remediation-Roadmap.

  • Aufbau eines KI-Governance-Frameworks

    Wir bauen Ihr internes KI-Governance-Framework: Richtlinien, Rollen, Freigabe-Workflows und Monitoring-Prozesse. Klare Verantwortlichkeiten für KI-Compliance in der gesamten Organisation.

  • Technische Dokumentation

    Umfassende technische Dokumentation für Hochrisiko-KI-Systeme: Risikomanagementpläne, Datenqualitätsprotokolle, Testverfahren und Dokumentation der menschlichen Aufsicht.

  • Begleitung der Konformitätsbewertung

    Wir führen Sie durch die Konformitätsbewertung: Selbstbewertung für die meisten Systeme, Drittprüfung für biometrische KI und kritische Infrastruktur.

  • Laufendes Monitoring & Audit

    Kontinuierliches Monitoring, regelmäßige Audits und Beobachtung regulatorischer Änderungen. KI-Systeme müssen konform bleiben, während sie sich weiterentwickeln, und wir halten Sie dabei auf Kurs.

Wer muss konform sein?

Die EU-KI-Verordnung reguliert nicht nur Anbieter. Wenn Ihre KI Menschen in der EU berührt, sind Sie im Anwendungsbereich, egal wo Sie in der Lieferkette stehen.

KI-Anbieter

Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln und auf den Markt bringen. Anbieter tragen die Hauptlast der Compliance, einschließlich Konformitätsbewertungen und technischer Dokumentation.

KI-Betreiber

Unternehmen, die KI-Systeme im eigenen Betrieb nutzen. Betreiber müssen menschliche Aufsicht sicherstellen, die Systemleistung überwachen und Nutzungsprotokolle führen.

Importeure & Händler

Unternehmen, die KI-Systeme in den EU-Markt bringen. Sie müssen prüfen, dass Anbieter Konformitätsbewertungen abgeschlossen haben und Systeme korrekt CE-gekennzeichnet sind.

Unternehmen außerhalb der EU

Jedes Unternehmen, dessen KI-System Menschen in der EU betrifft, unabhängig vom Firmensitz. Die EU-KI-Verordnung wirkt extraterritorial, ähnlich wie die DSGVO.

Am stärksten betroffene Branchen

01 · Finanzdienstleistungen

Finanzdienstleistungen

Kreditscoring, Betrugserkennung und algorithmischer Handel fallen in die Hochrisiko-Klassifizierung. KI-Compliance ist für Finanzdienstleister geschäftskritisch.

02 · Gesundheitswesen

Gesundheitswesen

KI-gestützte Diagnostik, Therapieempfehlungen und Patienten-Triage erfordern strenge Konformitätsbewertungen und menschliche Aufsicht.

03 · Fertigung

Fertigung

Sicherheitskritische KI in Produktionslinien, Qualitätskontrolle und Predictive Maintenance fällt unter Hochrisiko-Pflichten, sobald die Sicherheit von Beschäftigten betroffen ist.

04 · HR & Recruiting

HR & Recruiting

KI in Einstellung, Leistungsbewertung und Personalsteuerung ist unter der EU-KI-Verordnung ausdrücklich als Hochrisiko klassifiziert.

Warum Digital Colliers für KI-Compliance?

Technische Tiefe plus regulatorisches Verständnis: ein Team, das beraten, dokumentieren und implementieren kann.

Technische und regulatorische Expertise

Wir verbinden tiefes KI-Engineering-Wissen mit regulatorischem Verständnis. Unser Team berät nicht nur, wir implementieren auch die technischen Kontrollen und die Dokumentation, die Compliance verlangt.

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Europäisches Team, Fokus DACH & Nordics

Unsere Berater kennen die europäische Regulierungslandschaft, einschließlich des Zusammenspiels von DSGVO und KI-Verordnung. Wir betreuen Kunden in der DACH-Region, den Nordics und Großbritannien.

Strategie bis Implementierung unter einem Dach

Vom Compliance-Assessment über das Governance-Framework bis zur technischen Umsetzung, ohne Übergaben zwischen Firmen.

Beginnt mit unserem KI-Beratungsprozess

Ein dediziertes Compliance-Team

Skalieren Sie Ihre Compliance-Arbeit mit Spezialisten, die sowohl die technische als auch die regulatorische Dimension von KI-Governance verstehen.

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DSGVO & EU AI Act, by Design

Jede Lösung, die wir ausliefern, bewegt sich innerhalb europäischer Daten- und Regulierungsgrenzen. Compliance wird vom ersten Tag an mitentwickelt, nicht beim Audit nachgerüstet.

Häufig gestellte Fragen

  • Was ist die EU-KI-Verordnung?

    Die EU-KI-Verordnung (EU AI Act) ist die weltweit erste umfassende Regulierung künstlicher Intelligenz, beschlossen von der Europäischen Union. Sie schafft einen risikobasierten Rechtsrahmen für KI-Systeme, mit Pflichten von vollständigen Verboten bis zu Transparenzanforderungen.

  • Ab wann gilt die EU-KI-Verordnung?

    Die Verordnung ist im August 2024 in Kraft getreten. Zentrale Termine: Februar 2025 (verbotene KI), August 2025 (GPAI-Regeln), August 2026 (Hochrisiko-Pflichten) und August 2027 (volle Durchsetzung).

  • Gilt die EU-KI-Verordnung auch für britische Unternehmen?

    Ja, wenn Ihr KI-System von Menschen in der EU genutzt wird oder sie betrifft. Die Verordnung wirkt extraterritorial, ähnlich wie die DSGVO: Es zählt nicht der Firmensitz, sondern der Ort der Wirkung.

  • Was sind Hochrisiko-KI-Systeme?

    Systeme in kritischen Bereichen: Recruiting, Kreditscoring, Bildung, Strafverfolgung, medizinische Diagnostik und kritische Infrastruktur. Sie erfordern Konformitätsbewertungen und laufendes Monitoring.

  • Welche Sanktionen drohen bei Verstößen?

    Bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes bei verbotenen KI-Praktiken, bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % bei anderen Verstößen. Für KMU gelten proportional niedrigere Obergrenzen.

  • Wie lange dauert ein Compliance-Assessment?

    Ein typisches KI-Inventar mit erster Risikoklassifizierung dauert zwei bis vier Wochen. Die vollständige Compliance-Umsetzung, inklusive Governance-Framework und Dokumentation, dauert je nach Komplexität zwei bis sechs Monate.

  • Brauche ich einen Compliance-Beauftragten für KI?

    Die EU-KI-Verordnung schreibt keine bestimmte Rolle vor, aber Unternehmen mit Hochrisiko-KI sollten Verantwortung klar zuordnen. Viele Organisationen schaffen Positionen wie AI Compliance Officer oder AI Ethics Lead.

  • Was ist der Unterschied zwischen KI-Governance und KI-Compliance?

    KI-Governance ist das interne Gerüst aus Richtlinien, Prozessen und Rollen für den verantwortungsvollen KI-Einsatz. KI-Compliance ist die Erfüllung konkreter gesetzlicher Anforderungen wie der EU-KI-Verordnung. Gute Governance macht Compliance leichter.

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